Das Brasilianische Institut für verantwortungsvolles Glücksspiel (IBJR) und der Nationale Verband für Spiele und Lotterien (ANJL) haben die jüngsten Maßnahmen der Bundesregierung gegen illegales Wetten unterstützt. Präsident Lula unterzeichnete am Freitag ein Dekret, das darauf abzielt, den regulierten Markt einzuschränken, indem Zahlungsstellen, die mit nicht lizenzierten Anbietern verbunden sind, eingeschränkt werden.
Nach Angaben von Justizminister Wellington César Lima nutzen derzeit etwa 25,2 Millionen Brasilianer illegale Wett-Websites. ANJL-Präsident Plínio Lemos Jorge erklärte, dass diese Zahl das Ausmaß der Herausforderung verdeutlicht. Er wies darauf hin, dass der unregulierte Sektor Verbraucher Risiken aussetzt, Steuern entzieht und unlauteren Wettbewerb für konforme Unternehmen schafft.
Regulatorische Maßnahmen und zukünftige Aussichten
Die neuen Vorschriften, einschließlich Dekret Nr. 13.033/2026 und Verordnung Nr. 1.766/2026, schaffen Mechanismen zur Sperrung von Geldern aus illegalen Operationen. Finanzinstitute und Werbetreibende haften nun gemeinsam für die Steuereintreibung im Zusammenhang mit unregelmäßigen Wetten mit festen Quoten. Die ANJL betonte, dass das Sekretariat für Preise und Wetten (SPA) durch institutionelle Zusammenarbeit eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung dieser Instrumente gespielt hat.
Lemos Jorge fügte hinzu, dass sich die unterirdische Branche aufgrund ihrer hohen technologischen Raffinesse schnell anpasst, was eine kontinuierliche und dynamische Reaktion der Behörden erfordert. Die Organisationen betrachten die aktuellen Maßnahmen als notwendigen Schritt zur Konsolidierung eines gesunden und regulierten Marktumfelds in Brasilien.